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  • Creative Entrepreneurship Day 3

    Creative Entrepreneurship Day 3

    Das Thema des diesjährigen und dritten Creative Entrepreneurship Day am 12. Juli 2023 ist diesmal:

    „AI in CI“

    (artificial intelligence in creative industries)

    Wie verändert Künstliche Intelligenz die Berufe und Geschäftsmodelle im Kultur- und Kreativsektor?

    Durch die Covid-Pandemie wurde der Kultur- und Kreativsektor bereits enorm in Mitleidenschaft gezogen. Durch die aktuelle Diskussion zu ChatGPT ist nun die Künstliche Intelligenz (KI) als neues Change-Momentum in aller Munde. Es scheint, als würde eine noch umfassendere und umwälzendere Transformation auf den Kreativsektor sowie schöpferische, Intellectual Property- und copyright-basierte Berufe zukommen. Über die Gefahren der KI wird mittlerweile in vielen Foren diskutiert. Werden durch die KI bisherige Kreativberufe, ihre Einkunftsgrundlagen, ja sogar ihre Existenz bedroht? Oder hat KI vielleicht auch das Potenzial, die Kreativwirtschaft sogar zu pushen?

    Am dritten CE Day soll gezielt über die Auswirkungen, Chancen und Risiken für kreative und schöpferische (meist freie) Berufe, die durch die enorme Entwicklung von KI entstehen, diskutiert werden. Hierbei stehen Themenbereiche wie Selbständigkeit, freie Berufe, Geschäftsmodelle, Einkunftsquellen u.v.m. im Vordergrund. Da der Kreativsektor sehr divers und komplex zusammengesetzt ist, stehen zunächst die Bereiche Design und Musik im Vordergrund. Ebenso soll hierbei auf die Bedeutung der Sensibilisierung und Qualifizierung in und an den Hochschulen hingewiesen werden.

    Neben einer einführenden Key-Note-Speech werden zudem zwei Podiumsdiskussionen mit Expert:innen, Studierenden, Dozent:innen sowie angehenden Gründer:innen geführt, in denen über die Chancen und Gefahren der KI in der Kreativwirtschaft mit einem Fokus auf Design und Musik debattiert wird. Mit informellem Netzwerken bei einem Umtrunk endet die Veranstaltung.

    Creative Entrepreneurship Day 3

    Programmablauf

    13:00 Uhr: Einlass und Betrachtung der studentischen Projekte

    14:00 Uhr: Begrüßung und Eröffnung der Veranstaltung durch Prof. Dr. Elmar D. Konrad

    ca. 14:10 Uhr: Grußwort der Präsidentin der Hochschule Mainz Prof. Dr. Susanne Weissman

    ca. 14:20 Uhr:


    Key-Note-Speech
    Prof. Dr. Herbert Grüner

    Rektor und Geschäftsführer New Design University Privatuniversität St. Pölten
    Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

    „Künstliche Intelligenz auch schöpferische Kreativität? – Umwälzende Herausforderungen für die Kreativbranche“

    ca. 14:45/15:00 Uhr:

    Impulsinterviews und Podiumstalk I mit Themenschwerpunkt DESIGN

    „KI: Chancenpotenzial für den Kreativsektor“ versus KI: der Tod von copyright-basierten Geschäftsmodellen“

    Die Entwicklung der KI hat auch die Welt des Designs tiefgreifend verändert. KI-Anwendungen wie generative Design-Tools ermöglichen es Designer:innen, schnell eine Vielzahl von Designoptionen zu erstellen und zu optimieren, die auf bestimmten Parametern und Zielen basieren. KI kann und wird die Designprozesse somit nicht nur erweitern und beschleunigen, sondern auch zeitraubende Routinearbeiten übernehmen. Darüber hinaus helfen KI-Tools hochwertige Designvorlagen für alle anzubieten, die Nutzern ohne formelle Designausbildung erlauben, attraktive und effektive Grafiken zu erstellen.

    Aber auch hier kommen durch und mit der KI im Design Fragen und Bedenken auf. Wird sie letztendlich menschliche Designer:innen ersetzen? Welchen Einfluss hat auf lange Sicht die KI auf das Verständnis von Kreativität und Originalität? Wie wird sich die Rolle freischaffender Designer:innen verändern? Sind traditionelle Geschäfts- und Erlösmodell noch umsetzbar? Nicht nur hierzu soll in diesem Podium untereinander aber auch mit dem anwesenden Auditorium und den digital Teilnehmenden diskutiert werden.

    Prof. Claudia Nass-Bauer (Hochschule Mainz)

    Silke Philipps-Deters (descom)

    Jörg Sabrowski (Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz)

    Moderation Prof. Dr. Elmar D. Konrad (Podium) und Florian Koch (Online)

    ca. 15:45/16:00 Uhr:

    Impulsinterviews und Podiumstalk II mit Themenschwerpunkt MUSIK

    „KI als Demokratisierung der Musik versus Braucht es bei KI überhaupt noch einen Beethoven“

    Die Musikindustrie wurde stets von technologischen Innovationen beeinflusst und vorangetrieben. Insbesondere die Digitalisierung und das Internet bestimmte (und tut dies immer noch) enorme Transformationsprozesse. Nun steht jedoch eine neue Ära der Transformation bevor: die Ära der Künstlichen Intelligenz. KI wirkt sich auf eine Vielzahl von Bereichen aus, von der Komposition und Produktion über das Mixing und Mastering bis hin zum Musikvertrieb, dem Marketing und Künstlermanagement sowie neuartigen Erlösmodellen. Mit KI-Tools können bereits Kompositionen erstellt werden, die auf Stil und Struktur berühmter Musiker:innen sowie auf aktuelle Trends aufbauen. Somit kann Musik auf eine Weise erschaffen werden, die vor wenigen Jahren noch unvorstellbar gewesen wäre.

    Allerdings wirft die Integration von KI in die Musikindustrie auch Fragen auf. Könnten diese Tools Musiker:innen und Produzent:innen ersetzen? Wie verändert KI die Art und Weise, wie wir Musik hören, machen und schätzen? Sind bestehende Geschäfts- und Erlösmodelle für freischaffender Musiker:innen so noch umsetzbar? Diese Fragen und noch mehr sollen auf zweiten Podium des dritten CE Days erörtert und diskutiert werden.

    Dr. Christiane Albiez (Mitglied der Geschäftsleitung SCHOTT MUSIC GmbH & Co. KG Mainz)

    Sebastian Gsuck & Nûjîn Kartal (MediaApes Neustadt/Berlin)

    Prof. Holger Reckter (Hochschule Mainz)

    Prof. Dr. Stefan Schulte-Holthaus (Hochschule Macromedia München)

    Moderation Prof. Dr. Elmar D. Konrad (Podium) und Florian Koch (Online)

    spätestens ab 17:00 Uhr: Abmoderation und offizielles Ende

    ab ca. 18:00 Uhr: Netzwerken und Umtrunk

    Termin:                    Mittwoch, 12. Juli 2023

    Zeit:                         13:30 Uhr bis 17:00 Uhr

    Ort:                           LUX Pavillon der Hochschule Mainz

    Format:                    hybrid

    • Teilnahme in Präsenz vor Ort im LUX nur durch Einladung
    • Teilnahme via ZOOM offen für alle und kostenlos

    Kurzbiofragien der Referierenden

    Prof. Dr. Herbert Grüner

    Herbert Grüner ist seit 2017 Rektor New Design University Privatuniversität St. Pölten. Davor war er von 2012 bis 2017 Rektor Hochschule für Künste Bremen und von 2002 bis 2006 Präsident Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Seit dem Jahr 2007 ist er zudem ordentlicher Professor für Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften, Fachgebiet Theorie und Geschichte an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee. Seine Forschungs- und Publikationstätigkeiten sind in den Schwerpunkten Kreativwirtschaft, Unternehmensgründung sowie Hochschulmanagement. Neben vielen weiteren Tätigkeiten und Mitgliedschaften in Gremien und Verbänden, wie z.B. dem Deutschen Wissenschaftsrat, ist er auch Mitglied des Hochschulrats der Hochschule RheinMain

    Prof. Dr. Susanne Weissman

    Susanne Weissman ist seit 1. März 2020 Präsidentin der Hochschule Mainz. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Landeshochschulpräsidentenkonferenz (LHPK) Rheinland-Pfalz, Mitglied im Vorstand der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ und der Hochschulallianz für den Mittelstand sowie Mitglied im Präsidium des Gutenberg Digital Hub. Von März 2008 bis Februar 2020 war sie Vizepräsidentin der Technischen Hochschule Nürnberg und in dieser Funktion verantwortlich für die Themenbereiche Personalentwicklung, Hochschulentwicklung und Digitalisierung sowie für die „OHM Professional School“. 2004 wurde sie an die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm berufen und lehrte als Mitglied der Fakultät „Sozialwissenschaften“ Sozial- und Organisationspsychologie in Bachelorstudiengängen, sowie Theorien und Praxis der Beratung im Master. Neben ihrer Tätigkeit in der Lehre und in der Hochschulleitung war sie immer wieder in verschiedenen Gremien als Expertin und Gutachterin aktiv, unter anderem als Mitglied der Jury für das Deutsche Internetinstitut. Nach ihrem Lehramtsstudium für Grund- und Hauptschulen studierte sie Psychologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo sie 1992 promoviert wurde. Bis zu ihrer Berufung war sie als approbierte Psychotherapeutin, Supervisorin und als Unternehmensberaterin selbständig tätig.

    Prof. Claudia Nass-Bauer

    Claudia Nass Bauer ist seit 2021 Professorin für Design-Strategie an der Hochschule Mainz im Fachbereich Kommunikationsdesign. An der Hochschule Mainz leitet Claudia Nass Bauer das Projekt Hybrida, das sich auf die Entwicklung von Methoden und Werkzeugen konzentriert, die eine wertorientierte und interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Entwicklungsprozessen von KI-Software-Systemen ermöglichen. Außerdem beschäftigt sie sich am Fraunhofer IESE mit User Experience (UX)-Forschung und -Design mit einem starken Fokus auf die Entwicklung neuartiger Kundenerlebnisse für digitale Ökosysteme. Seit 2006 liegt ihr Schwerpunkt dort auf der Entwicklung und Erprobung verschiedener User Centered Design (UCD)-Methoden sowie deren Umsetzung im Rahmen von Forschungs- und Beratungsprojekten für zahlreiche Industriekunden aus unterschiedlichen Bereichen. In Zusammenarbeit mit anderen Kollegen am Fraunhofer IESE untersucht sie derzeit den aktuellen Einsatz von KI-Tools im Rahmen des UCD bzw. welche Vorteile und Risiken damit verbunden sind.

    Silke Philipps-Deters

    Die beruflichen Stationen der Kommunikationdesignerin führten Sie unter anderem zum Design und Vertrieb von Produkten, zur Geschäftsführung eines Designstores und zu freiberuflichen Tätigkeiten als Kommunikationsdesignerin. Diese Erfahrungsvielfalt ermöglicht ihr auch heute einen schnellen Perspektivwechsel zwischen Erwartungen der Kultur- und Kreativwirtschaft, der Politik und den Ansprüchen der mittelständischen Wirtschaft. Frau Philipps-Deters ist Netzwerkerin aus Leidenschaft und hat es sich als Projektleiterin beim Designforum Rheinland-Pfalz zur Aufgabe gemacht, die Kultur- und Kreativszene des Landes zusammenzubringen und sichtbar zu machen.

    Jörg Sabrowski

    Jörg Sabrowski, Diplom-Volkswirt, ist im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz Referent für Kreativwirtschaft. Zudem ist er Vorsitzender des Länderarbeitskreises Kultur- und Kreativwirtschaft der Wirtschaftsministerkonferenz.

    Dr. Christine Albiez

    Christiane Albiez ist seit über zwanzig Jahren beim größten unabhängigen Musikverlag Europas, der Schott Music Group, tätig. Sie absolvierte ein Studium der Germanistik, Musikwissenschaft und Kommunikationswissenschaft in Bonn und Berlin; anschließend promovierte sie bei Prof. Norbert Miller an der Technischen Universität Berlin. Während dieser Zeit schrieb sie über 100 Programmheft-und Booklettexte, Buchbeiträge sowie regelmäßige Kolumnen (u.a. für Berliner Philharmoniker, Münchner Staatsoper, mehrere Kammermusik- und Komponistenlexika, Berlin Classics).

    Nach freien Tätigkeiten als Lehrbeauftragte (Freie Universität Berlin), als Redakteurin bei einer Werbeagentur (Kommunikationskontor Berlin), als Journalistin (Berliner Zeitung, Süddeutsche Zeitung) und in der Programmberatung (Berliner Philharmoniker) begann sie 2001 bei Schott Music. Hier war sie zunächst Unternehmenssprecherin und Head of Promotion, bevor sie 2019 in die Geschäftsleitung des Verlages eintrat. Seither verantwortet sie den Bereich Bühne und Konzert und ist weiterhin Sprecherin des Verlages. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit publiziert sie zu Themen des Musiklebens, engagiert sich in der Weiterbildung von Berufsanfängern und arbeitet in verschiedenen Jurys (u.a. Bach-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg) mit. Sie lebt in Berlin und Mainz, ist leidenschaftliche Chorsängerin und liebt Musik in nahezu jeder Form.

    Prof. Dr. Stefan Schulte-Holthaus

    Stefan Schulte-Holthaus lehrt Musik- und Medienmanagement am Campus München der Hochschule Macromedia. Als Chartmusiker, Musikmanager und Unternehmer kann er über 20 Jahre Erfahrungswissen in seine Lehre einbringen. Zudem hat Herr Schulte-Holthaus im Fachgebiet Unternehmensgründungen und Unternehmertum an der Universität Hohenheim promoviert. In seiner wissenschaftlichen Arbeit verbindet er die psychologischen und wirtschaftlichen Aspekte von unternehmerischem Handeln an der Schnittstelle von Entrepreneurship, Digital Business und Kreativwirtschaft.

    Sebastian Gsuck

    Sebastian Gsuck ist Unternehmensgründer, Futurist wie auch Spezialist im Bereich 3D Audio und immersiver Experiences. Er hat Erfahrungen als Toningenieur aus diversen Musikstudios und verschiedensten Bereichen und führte eine eigene Werbeagentur. Mitbegründer der MediaApes GmbH. Er managet und produziert unterschiedliche Künstler:innen und kreiert 3D Audio Konzepte (Kopfhörer 3D &  3D Lautsprechersysteme wie Auralite3D). Seine Leidenschaft besteht darin, neue Businessmodelle und Produkte in unterschiedlichen Industrien zu formen. Er glaubt, dass die Kombination von unterschiedlichen Technologien und Expert:innen Ideen zum Leben erweckt.

    Nûjîn Kartal

    Nûjîn Kartal ist in immersiven Technologien, Produktionen und 3D Audio Aufnahmen spezialisiert. Verschiedene Projekte in Bereichen wie Sport, Musik, Film und anderen Industrien verhalfen ihm zu vielfältigen Erfahrungen. Mit einem Hintergrund in Soziologie, Philosophie und Sound & Musicproduction arbeitet er als Teil der MediaApes an immersiven Installationen Audiokonzepten und Produktionen (Kopfhörer 3D & 3D Lautsprechersysteme wie Auralite3D). Sein Ziel ist es, Menschen eine grenzenlose Erfahrung zu bieten, sodass das Erlebnis selbst und nicht die Technologie im Mittelpunkt steht.

    Prof. Holger Reckter

    Prof. Holger Reckter ist seit 2010 Professor für Medieninformatik an der Hochschule Mainz im Fachbereich Gestaltung. Er studierte Informatik an der Technischen Universität Berlin mit Nebenhörigkeit an der Hochschule der Künste Berlin mit dem Schwerpunkt User Interface bei Prof. Joachim Sauter. Nach seinem postgradierten Studium der audiovisuellen Medien an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) war er dort im Anschluß als künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig, bevor er in leitend in die Agenturwelt mit dem Fokus interdisziplinärer und crossmedialer Projekte wechselte. 2003 bis 2010 war er Professor an der Hochschule Harz für multimediale Schnittstellen und Produktion interaktiver Anwendungen. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Interaktion (ID/XD) mit rechnerbasierten Mitteln u.a. im Bereich raumbasierter Installationen, der Virtuellen und Erweiterten Realität, sowie der generativen Medien. Prof. Holger Reckter war Mitautor diverser wissenschaftliche Veröffentlichungen und Projekt im Bereich der computerbasierten Interaktion. Er publizierte u.a. auf der internationalen ACM Konferenz NIME (New Interfaces for Musical Expression) und ist Mitgründer und Organisator des seit 2008 regelmäßig stattfinden Workshops für Innovative Computerbasierte Musikinterfaces auf der Konferenz Mensch und Computer.

    Prof. Dr. Elmar D. Konrad

    Elmar D. Konrad hat die erste und einzige fachübergreifende Gründungsprofessur in Rheinland-Pfalz inne. Als Professor für Interdisziplinäres Gründungsmanagement und Kreatives Unternehmertum an der Hochschule Mainz leitet er seit September 2010 das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz. Sein Forschungsschwerpunkt ist Cultural & Creative Entrepreneurship sowie Erfolgsfaktoren in den Creative Industries.

    Florian Koch

    Florian Koch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz. Er studierte Wirtschaftswissenschaften (BA) und Wirtschaftspsychologie (MA). Er forscht und lehrt er an der Hochschule Mainz im Bereich Creative Entrepreneurship und Ambidextrie. Zudem promoviert er kooperativ an der TU Darmstadt. Außerdem hält er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd.

  • Creative Startup Navigator RLP

    Creative Startup Navigator RLP

    Intro zum Projekt

    Im August 2022 konnte durch das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln das zweijährige Forschungsprojekt „Creative Startup Navigator“ erfolgreich abgeschlossen werden. Das Ziel des Projekts bestand darin, zu erforschen, wie Studierende der kreativen Studiengänge für die spätere selbständige und unternehmerische Berufstätigkeit sensibilisiert und qualifiziert werden können. Gefördert wurde das Projekt durch das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz (MWVLW) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
    Innerhalb des Forschungsvorhabens „Creative Startup Navigator“ waren die Aufgaben des ersten Projektjahrs zu ermitteln und zu bewerten, wie Studierende von kreativen Studiengängen auf eine unternehmerische Tätigkeit vorbereitet werden, ob sie mit dem bestehenden Angebot zufrieden sind und welche Relevanz das Thema Unternehmertum für sie hat. So wurde zu Beginn u. a. die Entwicklung der Studiengänge und Studierendenzahl in Rheinland-Pfalz sowie deren Angebote und die Effekte auf die Gründungsrate erfasst. Es erfolgte eine Auflistung der angebotenen Kurse und eine Inhaltsanalyse ebendieser. Darüber hinaus wurde mit dem Aufbau eines Theoriemodells Bezug auf erfolgreiche und wissenschaftlich fundierte Ausgestaltung von Gründungsformaten an Hochschulen spezifisch für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz genommen. Innerhalb der relevanten Studiengänge wurde eine groß angelegte quantitative Studie mithilfe eines Online-Fragebogens durchgeführt, die von rund 400 Teilnehmer:innen ausgefüllt wurde. Durch elf qualitative Interviews wurden die Erkenntnisse aus dem Online-Fragebogen komplementiert und kritisch geprüft. Das Ziel des zweiten Projektjahrs bestand darin, ein passendes Konzept für die Zielgruppe zu entwickeln. Dafür wurden insgesamt drei Fokusgruppendiskussionen, 47 Expert:innengespräche und eine Workshopreihe mit über 100 Studierenden als Teilnehmer:innen durchgeführt. Zusätzlich wurden über 20 Miro-Boards durch Expert:innen ausgefüllt, in denen sie die zeitliche Abfolge ihrer Gründung beschreiben und hilfreiche Tipps für Gründungsinteressierte geben. Abschließend wurden die Ergebnisse in zwei Expert:innendiskussionen erörtert
    Basierend auf allen Erkenntnissen ist das Konzept eines digitalen Gründungsassistenten entstanden. Der Fokus liegt dabei auf der Bereitstellung von branchenspezifischen und der aktuellen Gründungsphase entsprechenden Informationen sowie Hilfestellungen und Anlaufstellen als auch der Digitalisierung des Gründungsprozesses. Das Konzept ist somit wortwörtlich und angewandt als beispielhaftes Format eines „Creative Startup Navigator“ zu verstehen. Hierbei soll exemplarisch verdeutlicht werden, wie die Gründungssensibilisierung aussehen müsste und wie die Zielgruppe der kreativen Studierenden anzusprechen sind. Eine solche Plattform könnte als Grundlage dienen, um eine einheitliche Qualität der angebotenen Lehrveranstaltungen zum Thema Gründung in diesem komplexen Umfeld zu sichern, in dem innerhalb eines Kursformates die Umsetzung einer fiktiven Gründung erarbeitet wird. Das führt zum Aufbruch der traditionellen Lehrmethoden, sichert die Branchenspezifikation und schafft Praxisbezug.

    Gefördert durch:

    Grußwort Ministerin Daniela Schmitt

    Sehr geehrte Studierende, Lehrende und Forschende sowie Akteure in und für die Kultur- und Kreativwirtschaft,

    ob Gaming, Design Thinking, Werbung, agiles Projektmanagement, Virtual Reality oder Smart Cities, alle geben immanente kreative Impulse und sind kulturelle Standortaufwertungen – somit sind Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft als Teil einer innovativen und wachsenden Branche die Wegbereiter*innen für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und gesellschaftliche Veränderungen. Gerade die Corona Pandemie hat deutlich gemacht, welchen Stellenwert und Bedeutung Firmen, Einrichtungen, Projekte, Dienstleistungen, Produkte, Innovationen und Angebote der kreativen Branchen für unsere Gesellschaft  haben. Sie sind ein essentieller Teil unseres sozialen Lebens und sein Fehlen in der Pandemie hinterlässt eine schmerzhafte Lücke.

    Damit sich die Potentiale der Kreativwirtschaft erfolgreich entfalten können, hat die Landesregierung auch in ihrem neuen Koalitionsvertrag 2021–2026 wieder einen Schwerpunkt auf die Branche und dort insbesondere auf die Behebung der Finanzierungsprobleme in der Start-up-Phase gesetzt. Das schließt eine differenzierte Gründungsfinanzierung mit Hilfe von Förderprogrammen und alternativen Finanzierungsinstrumenten wie z.B. Crowdfunding mit ein.

    Wir brauchen kompetente und unternehmerisch-innovative sowie kreative Gründerinnen und Gründer, sei es aus den Bereichen Design, Musik, Games, Film und Medien, aber auch Architektur oder Kommunikation. Und hier haben insbesondere die Hochschulen und Universitäten des Landes Rheinland-Pfalz mit ihren Studiengängen und Ausbildungszielen eine sehr wichtige Funktion und Bedeutung.

    Das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz leistet mit dem Projekt „Creative Startup Navigator Rheinland-Pfalz“ hier wichtige Forschungsarbeit.

    Durch diese Studie erhalten wir tiefgehendes Wissen über Ihre Bedürfnisse und Herausforderungen in der unternehmerischen Sensibilisierung und Qualifizierung innerhalb der akademischen Ausbildung der kreativwirtschaftlichen Berufe. Von Mainz bis Kaiserlautern und von Worms bis Trier werden die kulturellen und kreativen Impulse und Potentiale, welche durch die rheinland-pfälzische Hochschullandschaft für die Kultur- und Kreativwirtschaft entstehen, evaluiert, analysiert und diskutiert.

    Die Studie wird gefördert durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. In dem Projekt, welches auch mit den vom MWVLW geförderten Hochschulgründungsbüros kooperiert, sollen insbesondere die Hochschulakteure zu Wort kommen, um gemeinsam aktuelle und künftige Formate zu bewerten und weiterzuentwickeln, wodurch letztlich alle profitieren.

    Rheinland-Pfalz ist Gold. Das ist die Botschaft unserer Standortmarke und diesen Anspruch wollen wir gerade auch in der Kultur- und Kreativwirtschaft mit Leben erfüllen.

    Ich freue mich auf Ihre Unterstützung,

    Daniela Schmitt
    Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz

    Projektbeschreibung CSN

    Das Ziel

    Die Kultur- und Kreativwirtschaft umfasst diejenigen Branchen, die sich mit künstlerischen, kulturellen und kreativen Produkten und Dienstleistungen befassen. Hierunter fallen u.a. Kunst-, Buch-, Film- und Musikmarkt genauso wie die Gamesindustrie, Design und Architektur. In diesen Branchenzweigen werden kompetente und unternehmerisch-innovative sowie kreative Gründerinnen und Gründer, benötigt. Und hier haben die Hochschulen des Landes Rheinland-Pfalz mit ihren Studiengängen und Ausbildungszielen insbesondere in der späteren beruflichen Anfangsphase eine sehr wichtige Funktion und Bedeutung.
    Das Projekt „Creative-Startup-Navigator“ hatte zum Ziel herauszufinden, wie hochschulinterne Formate der Lehre und der Gründungssensibilisierung in den für die Kultur- und Kreativwirtschaft wichtigen Studiengänge ausgestaltet sein sollten, welche und wie viele überhaupt in Rheinland-Pfalz angeboten werden und wie viele Studierende diese besuchen. Darüber hinaus war eine weitere Zielsetzung die Sichtbarmachung der unternehmerischen Relevanz der Gründungs- und Selbständigkeitsrate durch die kreativwirtschaftlich affinen Studiengänge und die daraus resultierenden gesamtwirtschaftlichen Effekte. So sollen künftig alle Studierenden kreativaffiner Studiengänge während ihrer Studienzeit bestmöglich für die Themen Gründung und Unternehmertum sensibilisiert werden.
    Das ambitionierte Projekt profitierte von der fachübergreifenden Expertise des iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz und baute auf vom iuh bereits durchgeführte Forschungsprojekte zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz auf. Des Weiteren vereinte das Projektteam interdisziplinäre Kompetenzen und mehrere Jahre Erfahrung in den Forschungsgebieten Entrepreneurship, Kultur- und Kreativwirtschaft, Kulturmanagement sowie Wirtschaftspsychologie. Neben dem fachlichen Interesse werden sie von der Passion für Digitales sowie Kunst, Kultur und Gründung angetrieben.

    Vorgehen

    Innerhalb des Forschungsvorhabens „Creative Startup Navigator“ waren die Aufgaben des ersten Projektjahrs zu ermitteln und zu bewerten, wie Studierende von kreativen Studiengängen auf eine unternehmerische Tätigkeit vorbereitet werden, ob sie mit dem bestehenden Angebot zufrieden sind und welche Relevanz das Thema Unternehmertum für sie hat. So wurde zu Beginn u. a. die Entwicklung der Studiengänge und Studierendenzahl in Rheinland-Pfalz sowie deren Angebote und die Effekte auf die Gründungsrate erfasst. Es erfolgte eine Auflistung der angebotenen Kurse und eine Inhaltsanalyse ebendieser. Darüber hinaus wurde mit dem Aufbau eines Theoriemodells Bezug auf erfolgreiche und wissenschaftlich fundierte Ausgestaltung von Gründungsformaten an Hochschulen spezifisch für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz genommen. Innerhalb der relevanten Studiengänge wurde eine groß angelegte quantitative Studie mithilfe eines Online-Fragebogens durchgeführt, die von rund 400 Teilnehmer:innen ausgefüllt wurde. Durch elf qualitative Interviews wurden die Erkenntnisse aus dem Online-Fragebogen komplementiert und kritisch geprüft.
    Das Ziel des zweiten Projektjahrs bestand darin, ein passendes Konzept für die Zielgruppe zu entwickeln. Dafür wurden insgesamt drei Fokusgruppendiskussionen, 47 Expert:innengespräche und eine Workshopreihe mit über 100 Studierenden als Teilnehmer:innen durchgeführt. Zusätzlich wurden über 20 Miro-Boards durch Expert:innen ausgefüllt, in denen sie die zeitliche Abfolge ihrer Gründung beschreiben und hilfreiche Tipps für Gründungsinteressierte geben. Abschließend wurden die Ergebnisse in zwei Expert:innendiskussionen erörtert.

    Erkenntnisse

    Die Ergebnisse zeigen, dass Themen wie Existenzgründung und Unternehmertum von großer Relevanz für die Studierenden sind. Über die Hälfte der Befragten haben angegeben, dass sie sich selbstständig machen wollen. Des Weiteren haben 90 Prozent angegeben, dass ihnen die Vorstellung Unternehmer:in zu sein, gefällt. Demgegenüber steht die Tatsache, dass 70 Prozent der Studierenden kein für sie konkret passendes Angebot zum Thema Existenzgründung im Studium vorgefunden haben. Eine weitere Erkenntnis ist, dass Studierende durch den Besuch der wenigen gründungsbezogenen Lehrveranstaltungen zwar Motivation schöpfen, ein Unternehmen zu gründen, aber nicht das Gefühl haben, die nötigen Fähigkeiten dazu erlangt zu haben.
    Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, dass die Nachfrage nach Veranstaltungen zum Thema Existenzgründung bei den Studierenden vorhanden ist, allerdings sollte das Angebot ausgeweitet und auf ihre Bedürfnisse angepasst werden. Um die Bedürfnisse der Zielgruppe verstehen zu können, wurde in der Studie hinterfragt, welche Auswirkungen die Ausgangslage auf die Studierenden hat. Dabei wurde deutlich, dass sich die Studierenden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit allein gelassen fühlen. Sie befürchten, etwas falsch zu machen. Zudem fühlen sie sich überfordert, da sie vor zahlreichen offenen Fragen stehen. Daraus resultiert das Bedürfnis nach branchenspezifischer Wissensvermittlung auf Augenhöhe durch erfahrene Gründer:innen, um niedrigschwellige Unterstützung zu erhalten. Zusätzlich besteht der Wunsch, dass der Gründungsprozess an digitalem Prozesscharakter gewinnt, um mehr Überschaubarkeit und Flexibilität zu erhalten.

    Der digitale Gründungsassistent

    Basierend auf allen Erkenntnissen ist das Konzept eines digitalen Gründungsassistenten entstanden. Der Fokus liegt dabei auf der Bereitstellung von branchenspezifischen und der aktuellen Gründungsphase entsprechenden Informationen sowie Hilfestellungen und Anlaufstellen als auch der Digitalisierung des Gründungsprozesses. So soll aktiv Unterstützung für Gründungsinteressierte geboten und gewährleistet werden, um die Abneigung gegen das Thema zu mindern, in dem die Studierenden an die Hand genommen werden und sich nicht eigenständig ohne Hilfe in das Thema einarbeiten können. Zusätzlich werden auch Personen, die zufällig auf die Seite stoßen oder in einer Vorlesung davon gehört haben, durch den niedrigschwelligen Ansatz abgeholt und können auf diese Weise Interesse für den Karriereweg der Gründung entwickeln.
    Visuelle Gestaltung: Silja Buhl
    Um möglichst individuelle Hilfestellungen geben zu können, wird auf der Plattform des Gründungsassistenten zunächst ein spielerischer Einstiegstest durchlaufen. Nachdem die Branche angegeben wurde, beinhaltet der Test weitere Fragen zu sieben identifizierten Themenfeldern, um niederschwellige Anstöße zum Treffen von notwendigen Entscheidungen zu geben. Die jeweiligen Antworten sind insbesondere für den Algorithmus wichtig, der die Informationsflut zu dem Thema für die Gründungsinteressierten filtert und so nur die für die Person relevanten Inhalte und Informationen angezeigt werden. Das Testergebnis ist ein individuelles Dashboard, auf dem zu sehen ist, wie weit der Gründungsgedanke bisher ausgereift ist. Als Unterstützung für die Beantwortung der offenen Fragen werden Hinweise für Anlaufstellen und Ansprechpartner vermittelt. Das soll dazu führen, dass die Gründungsinteressierten wissen, welche Fragen sie sich noch stellen müssen und wo sie Hilfe dafür finden können.
    Visuelle Gestaltung: Silja Buhl
    Darüber hinaus sind konkrete Matchingformate vorhanden, bei denen sich Gründungsinteressierte mit Gleichgesinnten oder mit erfahrenen Gründer:innen als Mentor:innen austauschen können. Der Austausch führt dazu, dass die Gründungsinteressierten über ihre Ängste sprechen, an den Erfahrungen anderer teilhaben und lernen, Informationen austauschen und sich zusammenfinden können. Für diejenigen, die sich für eine Gründung entscheiden, werden individuelle Checklisten bereitgestellt, die zur Motivation beitragen, aber auch einen Überblick geben sollen, welche Aktionen notwendig sind, um eine Gründung umzusetzen.
    Das Konzept der Plattform als digitaler Gründungsassistent ist somit wortwörtlich und angewandt als beispielhaftes Format eines „Creative Startup Navigator“ zu verstehen. Hierbei soll exemplarisch verdeutlicht werden, wie die Gründungssensibilisierung aussehen müsste und wie die Zielgruppe der kreativen Studierenden anzusprechen sind. Eine solche Plattform könnte als Grundlage dienen, um eine einheitliche Qualität der angebotenen Lehrveranstaltungen zum Thema Gründung in diesem komplexen Umfeld zu sichern, in dem innerhalb eines Kursformates die Umsetzung einer fiktiven Gründung erarbeitet wird. Das führt zum Aufbruch der traditionellen Lehrmethoden, sichert die Branchenspezifikation und schafft Praxisbezug.
    Das Ergebnis dieser Entwicklung wurde auf dem Abschlussevent, dem Creative Entrepreneurship Day 2, in Form eines interaktiven Prototyps „Creative Startup Navigator“ am 14. Juli 2022 vorgestellt.

    Übersicht der CSN-Workshops​

    Creative Tool Navigator

    Die digitale Workshop-Reihe „Creative Tool Navigator“ wurde vom iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz im Rahmen des Projektes „Creative Startup Navigator“ angeboten. Das Projekt wird vom Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz (MWVLW) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Ziel der Workshop-Reihe war es, den Teilnehmer:innen kreative Methoden, zum Beispiel für ihre Gründung insbesondere im Kultur- und Kreativsektor zu vermitteln und sie über das Projekt zu informieren, aber auch von den Teilnehmer:innen Inspirationen für den zweiten Projektabschnitt einzuholen. Es gab bis jetzt drei Workshop-Blocks: #1 Nothing is as easy as innovation, #2 Nothing is as easy as inspiration und #3 Nothing is as easy as financing.

    Im ersten Workshop-Block „#1 Nothing is as easy as innovation“ drehte sich alles um das Product Field. Nach einer kurzen Vorstellung des Tools ging es in die direkte Anwendung. Die Teilnehmer:innen lernten, wie man mithilfe des Tools die Komplexität von Innovationen navigieren kann und gleichzeitig die Perspektiven aller Beteiligten im Blick behält. Das hilft bei der Entwicklung einer Innovation den Fokus zu finden, sie anderen gegenüber überzeugend zu kommunizieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

    Im zweiten Workshop-Block „#2 Nothing is as easy as inspiration“ drehte sich alles um kreative Ideenentwicklung. Kreativitätstechniken bieten strukturelle und mentale Hilfe, um auch in eher ideenfeindlichen Situationen leicht neue Gedankenkombinationen (Ideen) entwickeln zu können. In jedem der drei Workshops wurde ein neues Tool vorgestellt und anhand von kurzen Übungen direkt angewandt. Folgende Tools wurden erprobt: die Inspirations Cards, die 6-3-5 Methode und die Walt-Disney Methode. Gemeinsam mit den Teilnehmer:innen konnte so in Erfahrung gebracht werden, welches der Tools die Kreativität am meisten anregt und zur Visualisierung und Weiterentwicklung innovativer Ideen führt.

    Im dritten Workshop-Block „#3 Nothing is as easy as financing “ lernten die Teilnehmer:innen alles, was sie für die erfolgreiche Umsetzung einer Crowdfunding-Kampagne wissen müssen. Neben der Vermittlung des theoretischen Wissens und der Vorstellung eines Best-Practices, stand vor allem die Entwicklung einer eigenen Crowdfunding Kampagne mit einer selbst mitgebrachten Idee im Fokus. Die Workshops fanden mit dem Crowdfunding Enthusiast, zertifiziertem Crowdfunding-Manager und Serien-Crowdfunder Bernhard Lorig vom Gründungsbüro der TU & HS Kaiserslautern statt. Als Best-Practice Beispiel hat sich Michaela Wenner vom Studio Fun vorgestellt und über ihre Erfahrungen mit ihrer Crowdfunding Kampagne berichtet

  • Nachhaltige Förderungs- und Finanzierungsmaßnahmen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz

    Nachhaltige Förderungs- und Finanzierungsmaßnahmen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz

    Das iuh führte von Mai 2012 bis April 2013 im Rahmen der nachhaltigen Betrachtung der Kultur- und Kreativwirtschaft (KuKw) in Rheinland-Pfalz in Kooperation mit descom – Designforum Rheinland-Pfalz eine Studie unter dem Titel „Nachhaltige Förderungs- und Finanzierungsmaßnahmen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz“ durch. Das einjährige Projekt wurde gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz (MWKEL).

    Die Studie befasste sich mit der Evaluation der Förderungs- und Finanzierungsbedingungen und der Ermittlung der Bedarfe an Maßnahmen und Instrumenten zur Förderung, Qualifizierung und Finanzierung in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Ende 2012 wurde dazu eine landesweite Online-Befragung der Akteure der KuKw gestartet, welche die Datenbasis für entsprechenden Auswertungen und Handlungsempfehlungen darstellte. Die Befragung endete am 28.02.2013.

    Die Zielgruppe der Studie waren die Akteure der 11 Teilbereiche der KuKw, welche sich wie folgt zusammensetzen: Architekturmarkt, Buchmarkt, Designwirtschaft, Filmwirtschaft, Kunstmarkt, Markt für darstellende Künste, Musikwirtschaft, Pressemarkt, Rundfunkwirtschaft, Software-/Games-Industrie, Werbemarkt.

    Die Ergebnisse und Interpretationen der Studie finden Sie hier:

    Gefördert durch: