Kategorie: Forschungsoutput

  • Gratulation zu SUMMA CUM LAUDE

    Gratulation zu SUMMA CUM LAUDE

    Foto: © iuh – Prof. Dr. Elmar Konrad

    Florian Koch hat am 6. Dezember 2024 seine Doktorarbeit „Navigating Paradoxes and Multiple Institutional Logics in Creative Startups“ an der Technischen Universität Darmstadt erfolgreich verteidigt. Seine Promotion begann er am 1. Juli 2020 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz. Den Vorsitz des Prüfungsausschusses hat Prof. Dr. Dirk Schiereck übernommen. Die Referenten Prof. Dr. Alexander Kock und ich sowie Prof. Dr. Carolin Bock als Beisitzerin haben die Forschungsgebiete von Florian Kochs Dissertation mit ihren Lehrstühlen und Instituten, nämlich Innovation, Entrepreneurship und Startups sowie Kultur- und Kreativwirtschaft, sehr eindrucksvoll vertreten.

    Forschungsfokus: Kreatives Unternehmertum und Innovation

    In seiner Dissertation widmete sich Florian Koch einem äußerst relevanten, jedoch bisher wenig erforschten Themenfeld: dem kreativen Unternehmertum. Dabei konzentrierte er sich insbesondere auf kreative Startups, die Rolle von Kreativteams sowie die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren in Innovationsprozessen und der Geschäftsmodellentwicklung.

    Florian Koch hat insbesondere das für das iuh sehr wichtige Thema des kreativen Unternehmertums miteinbezogen. Grundlegende Forschungsansätze und vertiefte empirische Untersuchungen im Bereich des kreativen Unternehmertums mit Fokus auf kreative Startups und die Einflussfaktoren auf unternehmerisches Verhalten insbesondere von Kreativteams (und hier insbesondere im Kontext von Innovationsprozessen und Geschäftsmodellentwicklung) sind im Kreativsektor eher selten.

    Herausragende Forschungsqualität

    Die hohe Qualität der Forschung von Florian Koch spiegelt sich auch in den Auszeichnungen wider, die seine Arbeit bereits während der Promotionszeit erhalten hat. Ein zentraler Artikel seiner kumulativen Dissertation wurde aus über 1300 Beiträgen ausgewählt und mit dem Conference Best Paper Award der European Academy of Management Conference 2023 in Dublin ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt er den SIG Entrepreneurship Award für das beste Forschungspapier im Bereich Entrepreneurship.

    Relevanz für Forschung und Praxis

    Florian Kochs auch methodisch exzellente Dissertation verbindet dabei alle Studien kohärent und theoretisch fundiert. Und so leistet die Arbeit neben ihrer relevanten Thematik auch durch ihre beispielhafte Theorieentwicklung, ihre innovative methodische Umsetzung und ihre neuartigen Erkenntnisse einen wesentlichen Beitrag zur Forschung und einen relevanten Transferbeitrag in die Praxis.

    SUMMA CUM LAUDE

    Florian Kochs Forschungsleistung wurde daher zu Recht und mehr als verdient mit der Bestnote SUMMA CUM LAUDE gewürdigt.

  • PRE digital health business

    PRE digital health business

    Innovation durch Digital Health Ventures in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft​

    Relevante Fragestellungen​

    Die Gesundheits- und Sozialwirtschaft (GSW) hat in Deutschland so auch in Mainz und RLP eine immer stetig wachsende Aufmerksamkeit und vor allem ökonomische Relevanz bekommen. Das ist sehr deutlich an den veröffentlichten Berichten des Bundesverbands Deutsche Startups, an entsprechenden Tagungen, den Expertengespräche „Krankenhaus“ oder den sozialwirtschaftlichen Managementtagungen sowie an den spezifischen Förderprogrammen aber auch schlicht an den Wirtschaftsdaten zu den Healthcare-Startup-Raten zu erkennen. Die GSW ist dabei in unterschiedliche Sektoren aufgeteilt, jedoch hierbei sehr komplex vernetzt. Des Weiteren spielt die Digitalisierung in der GSW eine sehr wichtige, aber durchaus extrem unterschiedliche Rolle. Manche GSW-Sektoren können, wenn nicht als Digitale Innovationstreiber angesehen, so doch als Vorreiter digitaler Geschäftsmodelle und Intensivnutzer bei Anwendung und Vertreibung digitaler Anwendungstools verstanden werden. Diese Vorreiterrolle einzelner GSW-Sektoren (z.B. Gesundheits-Apps) hat sich insbesondere in der COVID-Pandemie herauskristallisiert. Dagegen gibt es aber auch etliche GSW-Sektoren, welche als die Verlierer der Pandemie angesehen werden können, auch – aber nicht nur – wegen fehlender Digitalisierungsmöglichkeiten, geringer Innovationspotentiale und mangelndem Transformationsbestreben.

    So gesehen, könnten manche Sektoren und Teilbranchen der GSW modellhaft als Entwickler, Anwender und Verteiler digitaler Innovationen aber auch als Nutznießer der Digitalisierung und digitaler Transformation der Wirtschaft angesehen werden. Diese Transformation und mit ihr die divergierende Transition innerhalb der GSW-Sektoren haben die letzten beiden Jahren der Covid-Pandemie wie durch ein Brennglas verdeutlich. Aufgrund der Bedeutung der GPW ist eine Untersuchung in diesem Kontext nötig.

    Daher sollen mit dem Projekt „PRE digital health business – Innovation durch Digital Health Ventures in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft“ zu folgenden relevanten Fragen quasi als vorgelagerte Bedarfs- und Relevanzanalyse erste wichtige Erkenntnisse ermittelt werden:

    • Wie ist der Status der Digitalisierung in den Organisationen und Akteuren der GSW?
    • Welche Rolle spielt die digitale Transformation bei den Organisationen und Akteuren der GSW (allgemein und im Kontext der Covid-Pandemie)?
    • Wie meistern die eher digitalaffinen Organisationen und Akteuren spezieller GSW-Sektoren diese Transformation mit neuen innovativen Geschäftsmodellen sowie Anwendungstools und welche Rolle spielen hierbei Digital Health Ventures?
    • Was können andere weniger digitalaffinen Organisationen und Akteuren spezieller GSW-Sektoren lernen und was davon umsetzen bzw. sich aneignen?
    • Wie müssen sich auch Digital Health Ventures aufstellen, um innerhalb der sehr spezifischen und auch starren GSW ihren Markt und ihre Kunden zu finden?

     

    Ziele und Mission

    Mit dem Erkenntnisgewinn dieser aufwendigen PRE-Studie aus Evaluation und Datenanalyse des effektiven und effizienten Umgangs digitaler Tools sowie des Generierens von digitalen Geschäfts- und Anwendungsmodellen in ausgesuchten GSW-Sektoren mittels Kooperation mit Digital Health Ventures sollen transferierbare Einfluss- und Erfolgsfaktoren für wenig digitalaffine GPW-Sektoren ermittelt werden.

    Ein Ziel ist es, zum einen diese ermittelten Faktoren als Anwendungswissen und erste Weiterbildungsmaßnahmen und Umsetzungsempfehlungen für die Organisationen und Akteuren der GPW einfließen zu lassen. Zum anderen ist es ein weiteres Ziel, auf Basis der Relevanz und Bedarfsanalyse diese PRE-Studie in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern konkrete Forschungs- und Drittmittelanträge zu entwickeln. Damit sollen insbesondere der unterstützende Transfer in diejenigen GPW-Sektoren vorangebracht werden, welche zum einen durch die digitale Transformation Probleme haben und zum anderen durch digitale Anwendungen neue Potentiale in der geschäftlichen Tätigkeit von, mit, für und durch Digital Health Ventures sehen.

    Desweitern, quasi als weitergehende Mission, soll hierbei auch das Bewusstsein innerhalb der GSW-Community gestärkt sowie die digitalen Transformationsprozesse in und durch die GSW und den Digital Health Ventures unterstützt werden.

     

    Interdisziplinarität​

    Das Projekt „PRE digital health business“ ist bereits in seinem Forschungsansatz interdisziplinär ausgerichtet. Zum einen ist es eine wirtschaftswissenschaftliche Herangehensweise, welche bei der Forschungsstudie unterschiedliche Teildisziplinen einbezieht wie z.B. Entrepreneurship, Innovationsmanagement, aber auch strategisches Management und Organisations- bzw. Individualverhalten. Zum anderen liegt der Fokus auf den sozialwirtschaftlichen Akteuren und Organisationen insbesondere der Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Darüber hinaus wird der interdisziplinäre und institutsübergreifende Austausch von Digital Health Ventures/Startups mit den sehr unterschiedlichen GSW-Sektoren insbesondere auch durch die beiden Institute iuh (Institut für unternehmerisches Handeln) und ifams (Institut für angewandtes Management in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft) repräsentiert.

     

     

  • Zweifacher wissenschaftlicher Erfolg auf der EURAM

    Zweifacher wissenschaftlicher Erfolg auf der EURAM

    Die European Academy of Management Annual Conference fand dieses Jahr vom 14. bis 16. Juni in Dublin, Irland statt und hatte das Fokusthema “Transforming Business for Good”.

    Auf der EURAM Konferenz war der von Professor Konrad vorgetragene Beitrag “The Spark that Ignites the Whole: A Case-study on Aggregation Processes of Individual Ambidexterity within Entrepreneurial Teams in the Creative Industries“ der Autoren Florian Koch und Prof. Dr. Elmar D. Konrad (iuh – Hochschule Mainz) sowie Prof. Dr. Alexander Kock (TU Darmstadt) mehr als erfolgreich. Das Paper hat nicht nur den Best Paper Award des SIG Entrepreneurship gewonnen, es wurde auch aus über 1.300 wissenschaftlichen Artikeln als der beste wissenschaftliche Beitrag (EURAM Best Paper Award 2023) prämiert.

    Die European Academy of Management ist eine wissenschaftliche Gesellschaft, die das Ziel verfolgt, die akademische Disziplin des Managements in Europa voranzubringen. Mit Mitgliedern aus 60 Ländern in Europa und darüber hinaus verfügt die EURAM über ein hohes Maß an Diversität und bietet ihren Mitgliedern die Möglichkeit, Debatten über eine Vielzahl von Management-Forschungsthemen und -Traditionen zu bereichern. Die EURAM Annual Conference ist hierbei einer der führenden und wichtigsten Tagungen – nicht nur in Europa.

    Foto oben: Verleihung des EURAM 2023 Best Paper Award (von links: Prof. Dr. Niels Noorderhaven (Tilburg University), Prof Dr. Elmar D. Konrad (Hochschule Mainz), Prof. Dr. Alexander Koch (TU Darmstadt) – Bild © EURAM

    Verleihung des SIG Entrepreneurship Best Paper Award (von links: Prof. Dr. Alexander Koch (TU Darmstadt), Prof Dr. Elmar D. Konrad (Hochschule Mainz), Prof. Dr. Luca Gnan (University Tor Vergata, Rom), Prof. Dianne H.B. Welsh, Ph.D. (Bryan School of Business and Economics, Greensboro) – Bild © iuhh

  • Wissenschaftliche Publikation im CIM Journal

    Wissenschaftliche Publikation im CIM Journal

    Mit der Veröffentlichung des Papers „Innovation in the creative industries: Linking the founder’s creative and business orientation to innovation outcomes“ im renommierten Journal CIM – Creativity and Innovation Management (2023, Vol. 32, 281–297) konnte ein weitere Baustein in der Publikationstätigkeit des iuh geschaffen werden. Hauptautor war Florian Koch neben den weiterer Autoren Dr. Max Höllen, Prof. Dr. Elmar D. Konrad sowie Prof. Dr. Alexander Kock.

    Weitere Infos hier

  • Creative Startup Navigator RLP

    Creative Startup Navigator RLP

    Intro zum Projekt

    Im August 2022 konnte durch das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln das zweijährige Forschungsprojekt „Creative Startup Navigator“ erfolgreich abgeschlossen werden. Das Ziel des Projekts bestand darin, zu erforschen, wie Studierende der kreativen Studiengänge für die spätere selbständige und unternehmerische Berufstätigkeit sensibilisiert und qualifiziert werden können. Gefördert wurde das Projekt durch das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz (MWVLW) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
    Innerhalb des Forschungsvorhabens „Creative Startup Navigator“ waren die Aufgaben des ersten Projektjahrs zu ermitteln und zu bewerten, wie Studierende von kreativen Studiengängen auf eine unternehmerische Tätigkeit vorbereitet werden, ob sie mit dem bestehenden Angebot zufrieden sind und welche Relevanz das Thema Unternehmertum für sie hat. So wurde zu Beginn u. a. die Entwicklung der Studiengänge und Studierendenzahl in Rheinland-Pfalz sowie deren Angebote und die Effekte auf die Gründungsrate erfasst. Es erfolgte eine Auflistung der angebotenen Kurse und eine Inhaltsanalyse ebendieser. Darüber hinaus wurde mit dem Aufbau eines Theoriemodells Bezug auf erfolgreiche und wissenschaftlich fundierte Ausgestaltung von Gründungsformaten an Hochschulen spezifisch für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz genommen. Innerhalb der relevanten Studiengänge wurde eine groß angelegte quantitative Studie mithilfe eines Online-Fragebogens durchgeführt, die von rund 400 Teilnehmer:innen ausgefüllt wurde. Durch elf qualitative Interviews wurden die Erkenntnisse aus dem Online-Fragebogen komplementiert und kritisch geprüft. Das Ziel des zweiten Projektjahrs bestand darin, ein passendes Konzept für die Zielgruppe zu entwickeln. Dafür wurden insgesamt drei Fokusgruppendiskussionen, 47 Expert:innengespräche und eine Workshopreihe mit über 100 Studierenden als Teilnehmer:innen durchgeführt. Zusätzlich wurden über 20 Miro-Boards durch Expert:innen ausgefüllt, in denen sie die zeitliche Abfolge ihrer Gründung beschreiben und hilfreiche Tipps für Gründungsinteressierte geben. Abschließend wurden die Ergebnisse in zwei Expert:innendiskussionen erörtert
    Basierend auf allen Erkenntnissen ist das Konzept eines digitalen Gründungsassistenten entstanden. Der Fokus liegt dabei auf der Bereitstellung von branchenspezifischen und der aktuellen Gründungsphase entsprechenden Informationen sowie Hilfestellungen und Anlaufstellen als auch der Digitalisierung des Gründungsprozesses. Das Konzept ist somit wortwörtlich und angewandt als beispielhaftes Format eines „Creative Startup Navigator“ zu verstehen. Hierbei soll exemplarisch verdeutlicht werden, wie die Gründungssensibilisierung aussehen müsste und wie die Zielgruppe der kreativen Studierenden anzusprechen sind. Eine solche Plattform könnte als Grundlage dienen, um eine einheitliche Qualität der angebotenen Lehrveranstaltungen zum Thema Gründung in diesem komplexen Umfeld zu sichern, in dem innerhalb eines Kursformates die Umsetzung einer fiktiven Gründung erarbeitet wird. Das führt zum Aufbruch der traditionellen Lehrmethoden, sichert die Branchenspezifikation und schafft Praxisbezug.

    Gefördert durch:

    Grußwort Ministerin Daniela Schmitt

    Sehr geehrte Studierende, Lehrende und Forschende sowie Akteure in und für die Kultur- und Kreativwirtschaft,

    ob Gaming, Design Thinking, Werbung, agiles Projektmanagement, Virtual Reality oder Smart Cities, alle geben immanente kreative Impulse und sind kulturelle Standortaufwertungen – somit sind Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft als Teil einer innovativen und wachsenden Branche die Wegbereiter*innen für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und gesellschaftliche Veränderungen. Gerade die Corona Pandemie hat deutlich gemacht, welchen Stellenwert und Bedeutung Firmen, Einrichtungen, Projekte, Dienstleistungen, Produkte, Innovationen und Angebote der kreativen Branchen für unsere Gesellschaft  haben. Sie sind ein essentieller Teil unseres sozialen Lebens und sein Fehlen in der Pandemie hinterlässt eine schmerzhafte Lücke.

    Damit sich die Potentiale der Kreativwirtschaft erfolgreich entfalten können, hat die Landesregierung auch in ihrem neuen Koalitionsvertrag 2021–2026 wieder einen Schwerpunkt auf die Branche und dort insbesondere auf die Behebung der Finanzierungsprobleme in der Start-up-Phase gesetzt. Das schließt eine differenzierte Gründungsfinanzierung mit Hilfe von Förderprogrammen und alternativen Finanzierungsinstrumenten wie z.B. Crowdfunding mit ein.

    Wir brauchen kompetente und unternehmerisch-innovative sowie kreative Gründerinnen und Gründer, sei es aus den Bereichen Design, Musik, Games, Film und Medien, aber auch Architektur oder Kommunikation. Und hier haben insbesondere die Hochschulen und Universitäten des Landes Rheinland-Pfalz mit ihren Studiengängen und Ausbildungszielen eine sehr wichtige Funktion und Bedeutung.

    Das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz leistet mit dem Projekt „Creative Startup Navigator Rheinland-Pfalz“ hier wichtige Forschungsarbeit.

    Durch diese Studie erhalten wir tiefgehendes Wissen über Ihre Bedürfnisse und Herausforderungen in der unternehmerischen Sensibilisierung und Qualifizierung innerhalb der akademischen Ausbildung der kreativwirtschaftlichen Berufe. Von Mainz bis Kaiserlautern und von Worms bis Trier werden die kulturellen und kreativen Impulse und Potentiale, welche durch die rheinland-pfälzische Hochschullandschaft für die Kultur- und Kreativwirtschaft entstehen, evaluiert, analysiert und diskutiert.

    Die Studie wird gefördert durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. In dem Projekt, welches auch mit den vom MWVLW geförderten Hochschulgründungsbüros kooperiert, sollen insbesondere die Hochschulakteure zu Wort kommen, um gemeinsam aktuelle und künftige Formate zu bewerten und weiterzuentwickeln, wodurch letztlich alle profitieren.

    Rheinland-Pfalz ist Gold. Das ist die Botschaft unserer Standortmarke und diesen Anspruch wollen wir gerade auch in der Kultur- und Kreativwirtschaft mit Leben erfüllen.

    Ich freue mich auf Ihre Unterstützung,

    Daniela Schmitt
    Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz

    Projektbeschreibung CSN

    Das Ziel

    Die Kultur- und Kreativwirtschaft umfasst diejenigen Branchen, die sich mit künstlerischen, kulturellen und kreativen Produkten und Dienstleistungen befassen. Hierunter fallen u.a. Kunst-, Buch-, Film- und Musikmarkt genauso wie die Gamesindustrie, Design und Architektur. In diesen Branchenzweigen werden kompetente und unternehmerisch-innovative sowie kreative Gründerinnen und Gründer, benötigt. Und hier haben die Hochschulen des Landes Rheinland-Pfalz mit ihren Studiengängen und Ausbildungszielen insbesondere in der späteren beruflichen Anfangsphase eine sehr wichtige Funktion und Bedeutung.
    Das Projekt „Creative-Startup-Navigator“ hatte zum Ziel herauszufinden, wie hochschulinterne Formate der Lehre und der Gründungssensibilisierung in den für die Kultur- und Kreativwirtschaft wichtigen Studiengänge ausgestaltet sein sollten, welche und wie viele überhaupt in Rheinland-Pfalz angeboten werden und wie viele Studierende diese besuchen. Darüber hinaus war eine weitere Zielsetzung die Sichtbarmachung der unternehmerischen Relevanz der Gründungs- und Selbständigkeitsrate durch die kreativwirtschaftlich affinen Studiengänge und die daraus resultierenden gesamtwirtschaftlichen Effekte. So sollen künftig alle Studierenden kreativaffiner Studiengänge während ihrer Studienzeit bestmöglich für die Themen Gründung und Unternehmertum sensibilisiert werden.
    Das ambitionierte Projekt profitierte von der fachübergreifenden Expertise des iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz und baute auf vom iuh bereits durchgeführte Forschungsprojekte zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz auf. Des Weiteren vereinte das Projektteam interdisziplinäre Kompetenzen und mehrere Jahre Erfahrung in den Forschungsgebieten Entrepreneurship, Kultur- und Kreativwirtschaft, Kulturmanagement sowie Wirtschaftspsychologie. Neben dem fachlichen Interesse werden sie von der Passion für Digitales sowie Kunst, Kultur und Gründung angetrieben.

    Vorgehen

    Innerhalb des Forschungsvorhabens „Creative Startup Navigator“ waren die Aufgaben des ersten Projektjahrs zu ermitteln und zu bewerten, wie Studierende von kreativen Studiengängen auf eine unternehmerische Tätigkeit vorbereitet werden, ob sie mit dem bestehenden Angebot zufrieden sind und welche Relevanz das Thema Unternehmertum für sie hat. So wurde zu Beginn u. a. die Entwicklung der Studiengänge und Studierendenzahl in Rheinland-Pfalz sowie deren Angebote und die Effekte auf die Gründungsrate erfasst. Es erfolgte eine Auflistung der angebotenen Kurse und eine Inhaltsanalyse ebendieser. Darüber hinaus wurde mit dem Aufbau eines Theoriemodells Bezug auf erfolgreiche und wissenschaftlich fundierte Ausgestaltung von Gründungsformaten an Hochschulen spezifisch für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz genommen. Innerhalb der relevanten Studiengänge wurde eine groß angelegte quantitative Studie mithilfe eines Online-Fragebogens durchgeführt, die von rund 400 Teilnehmer:innen ausgefüllt wurde. Durch elf qualitative Interviews wurden die Erkenntnisse aus dem Online-Fragebogen komplementiert und kritisch geprüft.
    Das Ziel des zweiten Projektjahrs bestand darin, ein passendes Konzept für die Zielgruppe zu entwickeln. Dafür wurden insgesamt drei Fokusgruppendiskussionen, 47 Expert:innengespräche und eine Workshopreihe mit über 100 Studierenden als Teilnehmer:innen durchgeführt. Zusätzlich wurden über 20 Miro-Boards durch Expert:innen ausgefüllt, in denen sie die zeitliche Abfolge ihrer Gründung beschreiben und hilfreiche Tipps für Gründungsinteressierte geben. Abschließend wurden die Ergebnisse in zwei Expert:innendiskussionen erörtert.

    Erkenntnisse

    Die Ergebnisse zeigen, dass Themen wie Existenzgründung und Unternehmertum von großer Relevanz für die Studierenden sind. Über die Hälfte der Befragten haben angegeben, dass sie sich selbstständig machen wollen. Des Weiteren haben 90 Prozent angegeben, dass ihnen die Vorstellung Unternehmer:in zu sein, gefällt. Demgegenüber steht die Tatsache, dass 70 Prozent der Studierenden kein für sie konkret passendes Angebot zum Thema Existenzgründung im Studium vorgefunden haben. Eine weitere Erkenntnis ist, dass Studierende durch den Besuch der wenigen gründungsbezogenen Lehrveranstaltungen zwar Motivation schöpfen, ein Unternehmen zu gründen, aber nicht das Gefühl haben, die nötigen Fähigkeiten dazu erlangt zu haben.
    Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, dass die Nachfrage nach Veranstaltungen zum Thema Existenzgründung bei den Studierenden vorhanden ist, allerdings sollte das Angebot ausgeweitet und auf ihre Bedürfnisse angepasst werden. Um die Bedürfnisse der Zielgruppe verstehen zu können, wurde in der Studie hinterfragt, welche Auswirkungen die Ausgangslage auf die Studierenden hat. Dabei wurde deutlich, dass sich die Studierenden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit allein gelassen fühlen. Sie befürchten, etwas falsch zu machen. Zudem fühlen sie sich überfordert, da sie vor zahlreichen offenen Fragen stehen. Daraus resultiert das Bedürfnis nach branchenspezifischer Wissensvermittlung auf Augenhöhe durch erfahrene Gründer:innen, um niedrigschwellige Unterstützung zu erhalten. Zusätzlich besteht der Wunsch, dass der Gründungsprozess an digitalem Prozesscharakter gewinnt, um mehr Überschaubarkeit und Flexibilität zu erhalten.

    Der digitale Gründungsassistent

    Basierend auf allen Erkenntnissen ist das Konzept eines digitalen Gründungsassistenten entstanden. Der Fokus liegt dabei auf der Bereitstellung von branchenspezifischen und der aktuellen Gründungsphase entsprechenden Informationen sowie Hilfestellungen und Anlaufstellen als auch der Digitalisierung des Gründungsprozesses. So soll aktiv Unterstützung für Gründungsinteressierte geboten und gewährleistet werden, um die Abneigung gegen das Thema zu mindern, in dem die Studierenden an die Hand genommen werden und sich nicht eigenständig ohne Hilfe in das Thema einarbeiten können. Zusätzlich werden auch Personen, die zufällig auf die Seite stoßen oder in einer Vorlesung davon gehört haben, durch den niedrigschwelligen Ansatz abgeholt und können auf diese Weise Interesse für den Karriereweg der Gründung entwickeln.
    Visuelle Gestaltung: Silja Buhl
    Um möglichst individuelle Hilfestellungen geben zu können, wird auf der Plattform des Gründungsassistenten zunächst ein spielerischer Einstiegstest durchlaufen. Nachdem die Branche angegeben wurde, beinhaltet der Test weitere Fragen zu sieben identifizierten Themenfeldern, um niederschwellige Anstöße zum Treffen von notwendigen Entscheidungen zu geben. Die jeweiligen Antworten sind insbesondere für den Algorithmus wichtig, der die Informationsflut zu dem Thema für die Gründungsinteressierten filtert und so nur die für die Person relevanten Inhalte und Informationen angezeigt werden. Das Testergebnis ist ein individuelles Dashboard, auf dem zu sehen ist, wie weit der Gründungsgedanke bisher ausgereift ist. Als Unterstützung für die Beantwortung der offenen Fragen werden Hinweise für Anlaufstellen und Ansprechpartner vermittelt. Das soll dazu führen, dass die Gründungsinteressierten wissen, welche Fragen sie sich noch stellen müssen und wo sie Hilfe dafür finden können.
    Visuelle Gestaltung: Silja Buhl
    Darüber hinaus sind konkrete Matchingformate vorhanden, bei denen sich Gründungsinteressierte mit Gleichgesinnten oder mit erfahrenen Gründer:innen als Mentor:innen austauschen können. Der Austausch führt dazu, dass die Gründungsinteressierten über ihre Ängste sprechen, an den Erfahrungen anderer teilhaben und lernen, Informationen austauschen und sich zusammenfinden können. Für diejenigen, die sich für eine Gründung entscheiden, werden individuelle Checklisten bereitgestellt, die zur Motivation beitragen, aber auch einen Überblick geben sollen, welche Aktionen notwendig sind, um eine Gründung umzusetzen.
    Das Konzept der Plattform als digitaler Gründungsassistent ist somit wortwörtlich und angewandt als beispielhaftes Format eines „Creative Startup Navigator“ zu verstehen. Hierbei soll exemplarisch verdeutlicht werden, wie die Gründungssensibilisierung aussehen müsste und wie die Zielgruppe der kreativen Studierenden anzusprechen sind. Eine solche Plattform könnte als Grundlage dienen, um eine einheitliche Qualität der angebotenen Lehrveranstaltungen zum Thema Gründung in diesem komplexen Umfeld zu sichern, in dem innerhalb eines Kursformates die Umsetzung einer fiktiven Gründung erarbeitet wird. Das führt zum Aufbruch der traditionellen Lehrmethoden, sichert die Branchenspezifikation und schafft Praxisbezug.
    Das Ergebnis dieser Entwicklung wurde auf dem Abschlussevent, dem Creative Entrepreneurship Day 2, in Form eines interaktiven Prototyps „Creative Startup Navigator“ am 14. Juli 2022 vorgestellt.

    Übersicht der CSN-Workshops​

    Creative Tool Navigator

    Die digitale Workshop-Reihe „Creative Tool Navigator“ wurde vom iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz im Rahmen des Projektes „Creative Startup Navigator“ angeboten. Das Projekt wird vom Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz (MWVLW) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Ziel der Workshop-Reihe war es, den Teilnehmer:innen kreative Methoden, zum Beispiel für ihre Gründung insbesondere im Kultur- und Kreativsektor zu vermitteln und sie über das Projekt zu informieren, aber auch von den Teilnehmer:innen Inspirationen für den zweiten Projektabschnitt einzuholen. Es gab bis jetzt drei Workshop-Blocks: #1 Nothing is as easy as innovation, #2 Nothing is as easy as inspiration und #3 Nothing is as easy as financing.

    Im ersten Workshop-Block „#1 Nothing is as easy as innovation“ drehte sich alles um das Product Field. Nach einer kurzen Vorstellung des Tools ging es in die direkte Anwendung. Die Teilnehmer:innen lernten, wie man mithilfe des Tools die Komplexität von Innovationen navigieren kann und gleichzeitig die Perspektiven aller Beteiligten im Blick behält. Das hilft bei der Entwicklung einer Innovation den Fokus zu finden, sie anderen gegenüber überzeugend zu kommunizieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

    Im zweiten Workshop-Block „#2 Nothing is as easy as inspiration“ drehte sich alles um kreative Ideenentwicklung. Kreativitätstechniken bieten strukturelle und mentale Hilfe, um auch in eher ideenfeindlichen Situationen leicht neue Gedankenkombinationen (Ideen) entwickeln zu können. In jedem der drei Workshops wurde ein neues Tool vorgestellt und anhand von kurzen Übungen direkt angewandt. Folgende Tools wurden erprobt: die Inspirations Cards, die 6-3-5 Methode und die Walt-Disney Methode. Gemeinsam mit den Teilnehmer:innen konnte so in Erfahrung gebracht werden, welches der Tools die Kreativität am meisten anregt und zur Visualisierung und Weiterentwicklung innovativer Ideen führt.

    Im dritten Workshop-Block „#3 Nothing is as easy as financing “ lernten die Teilnehmer:innen alles, was sie für die erfolgreiche Umsetzung einer Crowdfunding-Kampagne wissen müssen. Neben der Vermittlung des theoretischen Wissens und der Vorstellung eines Best-Practices, stand vor allem die Entwicklung einer eigenen Crowdfunding Kampagne mit einer selbst mitgebrachten Idee im Fokus. Die Workshops fanden mit dem Crowdfunding Enthusiast, zertifiziertem Crowdfunding-Manager und Serien-Crowdfunder Bernhard Lorig vom Gründungsbüro der TU & HS Kaiserslautern statt. Als Best-Practice Beispiel hat sich Michaela Wenner vom Studio Fun vorgestellt und über ihre Erfahrungen mit ihrer Crowdfunding Kampagne berichtet

  • EXIST-Gründerstipendium: Anchorpoint

    EXIST-Gründerstipendium: Anchorpoint

    EXIST-Gründerstipendium: Anchorpoint

    Es ist nicht leicht ein Startup zu gründen. Es gehört eine Menge Mut und Enthusiasmus dazu, hierfür auch einen gut dotierten festen Job aufzugeben, wie im vorliegenden Fall zum Beispiel am ZDF. Und es macht das ganze Vorhaben nicht einfacher, wenn eine solche Gründung auch noch in die Hochzeit der Pandemie fällt. Das Start-up-Team Anchorpoint, bestehend aus Jochen Hunz, Matthäus Niedoba und Dennis Schlösser, haben aber all diese Herausforderungen hervorragend gemeistert. Das Team wurde seit August 2020 bis Ende Juli 2021 als ein mit einem EXIST-Gründerstipendium gefördertes Gründungsprojekt an der Hochschule Mainz unterstützt und gecoacht. Die Projektleitung des EXIST-Vorhabens für die Hochschule Mainz hatte Prof. Dr. Elmar D. Konrad, Leiter des iuh – Institut für unternehmerisches Handeln, inne. Dem Team Anchorpoint wurde zudem an der Hochschule ein Raum gegenüber dem iuh zur Verfügung gestellt. Als Mentor fungierte Prof. Tjark Ihmels, Professor für Interaktive Gestaltung am Fachbereich Gestaltung. Anchorpoint hat die EXIST-Förderzeit sehr erfolgreich und mit sehr guten Zukunftsaussichten abgeschlossen und steht nun auf eigenen unternehmerischen Beinen. Für den weiteren unternehmerischen Weg wünsche wir anchorpoint: vivat, crescat, floreat ad multos annos!

    Executive Summary

    In Filmen kaum wegzudenken, in Videospielen die technische Grundlage und in Branchen wie Automobil, Medizin oder Möbeldesign auf dem Vormarsch – 3DComputergrafik ist überall präsent, auch dort, wo wir sie nicht erwarten. 3D-Grafik ist komplex und wird immer komplexer. Vor zwanzig Jahren benötigte eine Computerspielfigur einen Grafiker und einige Kilobyte an Daten. Heute braucht es dafür ein ganzes Team und Daten in Dimensionen mehrerer Gigabyte. In derart aufwändig gewordenen Projekten werden Koordination und Übersicht zur Herausforderung. Überlastung und Komplexitätsmanagement verbrauchen Unmengen an Zeit und Ressourcen und führen zu Frustration bei den Beteiligten. Die Fehleranfälligkeit steigt, was zu verpassten Fristen und Überstunden führt.

    Ein vergleichbares Problem gab es bereits zu einem früheren Zeitpunkt in der Softwareentwicklung. Dieses wurde durch die Entwicklung von Plattformen wie „Github“ gelöst, die sich mittlerweile zu einem Industriestandard entwickelt haben. Aufgrund der deutlich höheren Datenmengen und abweichenden, komplexen Dateiformaten sind diese jedoch für den Einsatz in 3D-Projekten nicht geeignet.

    Mit dem Wachstum des Marktes für 3D-Computergrafiken steigt auch der Bedarf nach einer bedienbaren und zuverlässigen Kollaborationsplattform – diesen wollen die Gründer mit ihrer Software decken. Mit dieser Software werden Dokumentation, Versionskontrolle und repetitive Prozesse automatisiert. Sie vernetzt die Macher von 3D-Computergrafik und wird zur zentralen Plattform der Projektarbeit. Durch ihren Einsatz werden Fehler vermieden, Projektkosten gesenkt und die Digitalisierung der 3D-Computergrafik-Branche vorangetrieben.

    Das Team (Matthäus Niedoba, Dennis Schlösser und Jochen Hunz) ist mit den auftretenden Problemen vertraut. Die Teammitglieder bringen wissenschaftlichen Hintergrund und Berufserfahrung aus Wirtschaft, Design und Informatik mit. Zusätzlich griffen sie auf ein berufliches Netzwerk zurück, um ihre Software nah an der Zielgruppe entwickeln zu können. Mit dem EXIST-Gründerstipendium wurde die Software zur Marktreife gebracht und die Unternehmensgründung konnte vorbereitet werden.

  • Creative Entrepreneurship Rheinland-Pfalz

    Creative Entrepreneurship Rheinland-Pfalz

    Die iuh-Studie »Creative Entrepreneurship Rheinland-Pfalz« wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz gefördert. Die Grundidee der quantitativen Erhebung 2018 war es, möglichst viele Teilnehmer*innen der vorherigen Studie im Sinne einer Longitudinalstudie noch einmal zu befragen, um so Zusammenhänge zwischen den zwei Zeiträumen herstellen zu können. Zusätzlich sollte ein aktuelles Stimmungsbild über die Bedürfnisse und die Zufriedenheit von Kultur­ und Kreativschaffenden in Rheinland-Pfalz gewonnen werden.

    Es war dabei von Anfang an wichtig, ein Netzwerk von Kultur- und Kreativwirtschafts­multiplikator*innen aufzubauen, um der Studie eine gute Reichweite zu geben und Wissen in ganz Rheinland-Pfalz mit Expert*innen auszutauschen. Dazu wurde am 18. September 2018 der Erste Runde Tisch des Kultur- und Kreativwirtschaftsnetzwerks für Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen, der sehr viel Anklang fand.

    Mit Unterstützung des Netzwerks führte das iuh schließlich Gruppendiskussionen in Mainz, Kaiserslautern, Koblenz und Trier durch, um O-Töne von den Kreativschaffenden zu erhalten und die Ergebnisse der Onlineumfrage kritisch zu beleuchten und zu reflektieren.

    Das gesammelte Datenmaterial wird nun zusammengeführt, um so den Zusammenhang zwischen Verhalten bei der Gründungsfinanzierung (Studie 2013) und dem Erfolg (Studie 2018/19) herauszustellen. Die daraus erwachsenen Publikationen werden eine umfassende Arbeits- und Entscheidungsgrundlage für die Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz sein – für Förderstrategien und -maßnahmen der Politik und der Multiplikator*innen, Weiterbildungsangebote, Studiengänge und nicht zuletzt die Kreativen selbst.

    Im Rahmen der Studie wurde als der zentrale Multiplikatorenevent am 4. Juli 2019 der Creative Entrepreneurship Day – quasi als erster Kreativwirtschaftstag des Landes Rheinland-Pfalz – in Mainz veranstaltet.

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    Booklet zur Studie: Finanzierung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz 2019

    gefördert durch:

    https://www.hs-mainz.de/fileadmin/_processed_/0/9/csm_Logo_Wirtschaftsministerium_f462b650d0.png

  • Nachhaltige Förderungs- und Finanzierungsmaßnahmen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz

    Nachhaltige Förderungs- und Finanzierungsmaßnahmen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz

    Das iuh führte von Mai 2012 bis April 2013 im Rahmen der nachhaltigen Betrachtung der Kultur- und Kreativwirtschaft (KuKw) in Rheinland-Pfalz in Kooperation mit descom – Designforum Rheinland-Pfalz eine Studie unter dem Titel „Nachhaltige Förderungs- und Finanzierungsmaßnahmen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz“ durch. Das einjährige Projekt wurde gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz (MWKEL).

    Die Studie befasste sich mit der Evaluation der Förderungs- und Finanzierungsbedingungen und der Ermittlung der Bedarfe an Maßnahmen und Instrumenten zur Förderung, Qualifizierung und Finanzierung in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Ende 2012 wurde dazu eine landesweite Online-Befragung der Akteure der KuKw gestartet, welche die Datenbasis für entsprechenden Auswertungen und Handlungsempfehlungen darstellte. Die Befragung endete am 28.02.2013.

    Die Zielgruppe der Studie waren die Akteure der 11 Teilbereiche der KuKw, welche sich wie folgt zusammensetzen: Architekturmarkt, Buchmarkt, Designwirtschaft, Filmwirtschaft, Kunstmarkt, Markt für darstellende Künste, Musikwirtschaft, Pressemarkt, Rundfunkwirtschaft, Software-/Games-Industrie, Werbemarkt.

    Die Ergebnisse und Interpretationen der Studie finden Sie hier:

    Gefördert durch: